Die Change Kompetenz.

von | 08/05/2020 | Campus Einblicke

Umgang mit Krisen 

Während die Möglichkeiten abnehmen, wächst der Möglichkeitsraum für die neue Normalität.

 

Krise. Umbruch. Change. Digitale Transformation. Die letzten Wochen haben uns auf allen Veränderungs-Ebenen herausgefordert – in einer nie da gewesenen Krassheit und Klarheit. Und vermutlich ist davon einiges gekommen, um zu bleiben.

Als Gründerin, die mit ihrem Herzensprojekt rund um Coaching-Ausbildung und systemische Weiterbildungen gerade in den Startlöchern steht als eine Jahrhundert-Krise vorbeispaziert kommt, bin ich selbst in derselben Situation und weiß gut, wie sich diese Krassheit und Klarheit anfühlt…

Mein Systemmix der letzten Wochen bot: Unsicherheit bis hin zur zeitweisen Panik, das Gefühl von Kontrollverlust, tägliches über den Haufen werfen von guten Plänen (ihr wisst schon – die Sache mit dem Leben, das passiert, während man gerade dabei ist, andere Pläne zu machen…) maximale Herausforderung zeitlich, finanziell, emotional und gleichzeitig eine fast irrationale Erleichterung endlich einen Kontrollverlust zu erleiden, der, wenn ich mich darauf einlasse, einen hohen Zugewinn an innerer Freiheit bedeutet. Und vieles mehr.

Was können wir daraus möglicherweise für Coaching im Allgemeinen und für Coaching-Ausbildungen und Weiterbildungen im Besonderen ableiten?

Die derzeitige Krise ist erst einmal eine absolute Ausnahmesituation (das sind Krisen übrigens immer…), in der wir uns alle gemeinsam wiederfinden und die von uns allen einen Umgang mit unseren Ängsten, Sorgen und Befürchtungen fordert. Sie stellt uns vor die Herausforderung, dass bisher scheinbar Planbares plötzlich nicht mehr planbar ist (siehe die Sache mit dem Leben oben…).

Die Kundenprojekte, die wir mit unserer interdisziplinären systemischen Beratung CHANGEsupport gemeinsam mit unserem Team in den letzten Wochen begleiten durften, zeigen übrigens sehr deutlich – es spielt keine Rolle, ob es sich um Einzelpersonen, Teams oder ganze Unternehmen handelt. Der Veränderungsdruck betrifft alle Systeme gleichermaßen. Man könnte fast sagen, zum ersten Mal, sitzen alle im selben Boot.

Segeln auf Sicht

Die Metapher des „Segelns auf Sicht“ finde ich persönlich außerordentlich passend. Kein auf Sicherheit und Planbarkeit geeichter Kompass, auf den wir uns bisher verlassen hatten, kann uns mehr leiten. Wir müssen das Segeln auf Sicht allesamt erst wieder lernen. Und für uns alle bedeutet das erst mal ein krasses herauskatapultiert werden aus unserer Komfortzone auf vielen Ebenen.

Die Ambivalenz außerhalb der Komfortzone überfordert uns (es ist halt wirklich nicht mehr komfortabel in der echten Lernzone…). Lernen bedeutet Herausforderung. Die Komfortzone zu verlassen bedeutet, sich auf Neues und Unbekanntes einzulassen (egal ob freiwillig oder gezwungenermaßen).

Es ist schlichtweg überlebensnotwendig, in der Lernzone Spannungen aushalten und mit Unsicherheiten umgehen zu können. By the way, aus meiner Sicht eine der wichtigsten Eigenschaften für die Führungskraft der Zukunft. Und für die coachende Führungskraft ganz besonders.

Der Preis fürs Lernen dürfen: es ist nicht mehr so komfortabel, gemütlich und sicher wie in der Komfortzone.

Der Gewinn, der winkt: wir lernen in der Lernzone neue Perspektiven kennen, unser Horizont erweitert sich und last but not least: wir machen mal wieder Fehler und wie wir alle mittlerweile wissen, lernen wir nur über Fehler – Mist aber auch 😊😊

Die Instabilität der Veränderung für die eigene Weiterentwicklung nutzen

Im Coaching schaffen wir über Coaching-Haltung und Coaching-Methoden einen Rahmen, in dem unsere Klienten über „Fehler“ sprechen und reflektieren dürfen. So kann die Instabilität der Veränderung für Weiterentwicklung genutzt werden kann. Gerade für Executives und Führungskräfte ein immenser Mehrwert, sich im sicheren Rahmen frei und vertrauensvoll äußern zu dürfen.

Auch als Campus am See Team haben wir die letzten Wochen viel Neues ausprobiert, Erfahrungen gesammelt, Fehler gemacht und immer wieder reflektiert und uns neu kallibriert.

Wir haben die Krisenzeit und die damit einhergehenden Herausforderungen genutzt, um unser gesamtes Konzept der Coaching-Ausbildung und der systemischen Weiterbildungen behutsam und gleichzeitig innovativ weiter in Richtung Blended-Learning Angebote auszubauen. Wir sind damit insbesondere für unseren Start mit der Coaching-Ausbildung im September 2020 gut gerüstet.

Die berufsbegleitende Coaching-Ausbildung können wir jederzeit mit einem lernfördernden Mix aus Social Contacting, Distant Socializing und wenn notwendig, ganz unkompliziert auch unter Berücksichtigung von Physical Distancing Maßnahmen durchführen.

Ich bin neugierig, welche Gelegenheiten Du die letzten Wochen beim Schopfe gepackt hast. Wo konntest Du Krisenmomente in Chancen umwandeln? Welche (Selbst-)Coaching Methoden haben Dich dabei besonders gut unterstützt?

Teile Deine Ideen und Erfahrungen gerne auch auf unseren Social Media Kanälen unter Facebook, LinkedIn und XING!

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​„Künftig kann keiner mehr behaupten, dass nicht mehr geht, was bisher nicht ging, weil es bisher nicht ging. Die Paradigmen sind gefallen. Die neue Normalität, die aus dieser Zeit der Beschränkungen entstehen wird, lässt sich auf viel mehr Arten zusammensetzen, als bisher denkbar war. Während die Möglichkeiten im Moment abnehmen, wächst der Möglichkeitsraum für die neue Normalität.“

(Link zum gesamten Artikel auf Spiegel online )

In diesem Sinne – lasst uns gemeinsam in unseren Systemen Gutes tun!

#Matchmaker for inspirational connections

#Multiplier for systemic change

#Master for Being

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