So finden Sie die richtige Ausbildung

Ein Leitfaden zur passenden Coaching-Ausbildung

„Wie finde ich die passende Coaching-Ausbildung für mich und was macht eigentlich eine gute Coaching-Ausbildung aus?“ So oder so ähnlich klingen die Fragen, wenn Menschen sich mit dem Gedanken befassen, Coach zu werden. Durchaus berechtigt, denn im Dschungel der umfangreichen Angebote ist es heutzutage gar nicht so leicht, sich einen guten Überblick zu verschaffen.

Allen Interessierten und Suchenden möchten wir eine Hilfestellung an die Hand geben – so objektiv wie möglich. Unser Anspruch bei der Erstellung war dabei: ergebnisoffen und losgelöst von unserem eigenen Angebot am Campus am See. Dazu haben wir die über viele Jahre hinweg meistgestellten Fragen unserer Interessent*innen gesammelt, sehr viel recherchiert, unsere Marktbeobachtungen konsolidiert und schließlich die Essenz all dessen für Sie zusammengetragen.

Auf dieser Seite bekommen Sie schon mal die wichtigsten Informationen kompakt und für den schnellen Überblick. Noch mehr Wissen zur richtigen Coaching-Ausbildung gibt es in unserem Leitfaden, den Sie sich kostenlos hier runterladen können.

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Ich möchte Coach werden – und was jetzt?

02

Möchte ich eigentlich wirklich Coach werden?

03

Was macht eine gute Coaching-Ausbildung aus?

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Wie finde ich einen Anbieter, der zu mir passt?

05

Wie wichtig ist eine Zertifizierung?

06

Fragen, Missverständnisse und unsere Antworten.

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Ich möchte Coach werden – und was jetzt?

Coaching hat in den letzten zwei Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen – nicht nur in Unternehmen, sondern auch im privaten Kontext. War es früher noch eher verpönt, sich in herausfordernden Situationen Unterstützung zu suchen, ist Persönlichkeitsentwicklung und externe Krisenunterstützung heute längst zur Normalität geworden. Mit dieser Entwicklung ist nicht nur das Interesse am Berufsbild „Coach“ stark gestiegen, sondern auch die Anzahl der Institute, die Weiterbildungen in diesem Bereich anbieten, nimmt ständig zu.

Nach unserer Erfahrung bewegen deshalb viele Interessent*innen dieselben Fragen:

  • Wie finde ich die richtige bzw. passende Coaching-Ausbildung für mich?
  • Woran erkenne ich ein seriöses Weiterbildungsinstitut?
  • Worauf sollte ich bei meiner Entscheidung achten?

Bevor wir diese und weitere Fragen nachfolgend beantworten, möchten wir uns zunächst noch einer Frage widmen, die Sie sich noch vor ihrer Recherche nach dem passenden Institut stellen sollten.

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Möchte ich eigentlich wirklich Coach werden?

Da die Berufsbezeichnung des Coaches nicht geschützt ist, werden im alltäglichen Sprachgebrauch viele Praktiken „Coaching“ genannt, die eigentlich eher in angrenzenden Tätigkeitsfeldern zu verorten sind. Auch dieser Aspekt führt erfahrungsgemäß häufig zu Verwirrung bei Menschen, die mit dem Gedanken spielen, Coach zu werden. Sinnvoll kann es also sein, die Beratungsformen Coaching, Training, Beratung, Organisationsentwicklung, Heilpraktiker*in für Psychotherapie und Supervision erst einmal sauber voneinander abzugrenzen.

Eine einfache Definition der Tätigkeiten eines Coaches könnte folgendermaßen lauten: Ein Coach unterstützt veränderungswillige Menschen dabei, Entwicklung zu ermöglichen, indem er Prozesse der Verhaltensänderung ressourcenorientiert und zukunftsgerichtet fördert und begleitet.

Selbstverständlich wird es in der Praxis immer wieder so sein, dass beispielsweise auch im Coaching Elemente aus der Beratung ihren Platz finden, insbesondere wenn Sie als Coach gleichzeitig Fachexpert*in für das Thema Ihres Coachees sind. Um die einzelnen möglichen Tätigkeitsfelder noch genauer voneinander abgrenzen zu können und damit Sie sich insbesondere für die Wahl der richtigen Weiterbildung Gedanken darüber machen können, wo künftig Ihr Schwerpunkt der eigenen Arbeit liegen soll, stellen wir Ihnen die verschiedenen Beratungsformate in unserem Leitfaden nochmals ausführlich vor.

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Was macht eine gute Coaching-Ausbildung aus?

Haben Sie nun festgestellt, dass Sie wirklich Coach werden möchten, stehen Sie im nächsten Schritt vermutlich vor der Frage: was macht eine gute Coaching-Ausbildung aus? Zwar existieren hierzulande mehr als 20 Coaching-Verbände, die sich um die Qualitätssicherung der Arbeit von Coaches bemühen, doch selbst diese können sich leider nicht auf einheitliche Standards einigen. Die Angebote am Markt sind sehr heterogen und reichen von Online-Ausbildungen mit wenigen Tagen bis hin zu mehrjährigen Präsenz-Curricula. Die Inhalte sind weder von Verbänden noch von anderen Stellen spezifisch definiert und ermöglichen Anbietern deshalb freie Hand bei der Ausgestaltung.

Woran können Sie sich also überhaupt orientieren? Wir geben Ihnen hier ein paar kurze Empfehlungen als erste Orientierungshilfe, die wir in unserem Leitfaden dann weiter vertiefen.

Umfang: eine Basisqualifizierung sollte 150 Präsenzstunden nicht unterschreiten

Dauer: die Stiftung Warentest empfiehlt eine Mindestdauer von 12 Monaten

Inhalte: Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Persönlichkeitskompetenz

Rahmen und Art der Wissensvermittlung sollte ein ausgewogener Mix aus folgenden Komponenten sein:

Ganz generell lässt sich also sagen: Übung macht den Meister. Eine fundierte Coaching-Ausbildung sollte Ihnen deshalb nicht nur einen Zuwachs an Wissen, sondern vor allem auch Sicherheit im Können bieten.

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Wie finde ich einen Anbieter, der zu mir passt?

Für viele Interessierte ist dies die Frage aller Fragen… Schon Ende 2016 gab es im deutschsprachigen Raum über 400 Anbieter und der Wachstumstrend hat sich in den letzten Jahren nochmals deutlich fortgesetzt. Hinzu kommt, dass die Berufsbezeichnung „Coach“ in Deutschland eben nicht geschützt ist und sich demnach nicht nur jede*r „Coach“ nennen, sondern auch jede*r Coaches ausbilden darf. Also absolut nachvollziehbar, dass Sie es im Dschungel der umfangreichen Angebote heutzutage gar nicht so leicht haben, sich einen guten Überblick zu verschaffen. Einerseits ist es wertvoll, auf ein vielfältiges Angebot zurückgreifen zu können, andererseits erschwert es Ihnen die Suche nach dem perfekten Match natürlich immens.

Manche der Institute sind von Coaching-Verbänden zertifiziert, andere nicht. Manche bieten Online-Ausbildungen an, andere arbeiten ausschließlich in Präsenz und dann gibt es noch diejenigen, die hybride Ansätze bewerben. Die Curricula sind so unterschiedlich wie Preise und Dauer der angebotenen Ausbildungen und auch bei den Aufnahmekriterien gibt es große Unterschiede.

Um Sie zu unterstützen, haben wir nachfolgend sechs Aspekte für Sie zusammengetragen, die Ihnen bei der Suche nach dem passenden Institut helfen sollen.

Lehrcoaches und Dozenten

Ein Weiterbildungsinstitut sollte in jedem Fall mit verschiedenen (Gast-)Dozent*innen und Lehrcoaches arbeiten, um den angehenden Coaches unterschiedliche Blickwinkel, Inspirationen und Ansätze mit auf den Weg zu geben.

Praxiserfahrung

Die Ausbilder*innen sollten unbedingt ausreichend eigene Praxiserfahrung als Coach mitbringen und diese in ihre Lehre mit einfließen lassen. Theoretisches Wissen ist in diesem Fall Silber, eigene praktische Erfahrung Gold.

Kopf und Bauch

Neben ausführlicher Recherche sollten Sie bei der Wahl des Anbieters auch Ihrem Bauchgefühl ein Mitspracherecht einräumen. Eine gute Lernatmosphäre zeichnet sich immer auch dadurch aus, dass Sie sich wohl und gut aufgehoben fühlen und gerne von Ihrem Gegenüber lernen.

Kennenlernen und Fragen

Ein seriöses Weiterbildungsinstitut antwortet Ihnen auf alle Ihre Fragen und nimmt sich ausreichend Zeit für ein Kennenlerngespräch. Es bietet Ihnen Transparenz hinsichtlich der Inhalte, des Ablaufs und der Didaktik der Coaching-Ausbildung.

Zeit zum Denken

Ein gutes Weiterbildungsinstitut sollte Ihnen immer genügend Zeit zum Denken, Verarbeiten und Reflektieren geben. Nur so können im Gehirn nachhaltig neue Verbindungen geknüpft werden und sich Theorie und Praxis zur unbewussten Kompetenz entwickeln.

Direkt buchen

Eine seriöse Coaching-Ausbildung können Sie in der Regel nicht direkt buchen. Fragen Sie nach, ob Interessenten fallweise auch abgelehnt werden und ob die Zusammensetzung der Gruppe aktiv gestaltet wird.

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Wie wichtig ist eine Zertifizierung?

Unserer Erfahrung nach ist es insbesondere im Business-Kontext wertvoll und hilfreich, eine Zertifizierung vorweisen zu können, da die Auftraggeber*innen sich häufig an diesen Qualitätsstandards orientieren. Im Personal Coaching wird eher selten nach einer entsprechenden Zertifizierung gefragt. Kontextübergreifend kann eine Zertifizierung dabei helfen, für Interessent*innen besser sicht- und auffindbar zu werden, da Coachingverbände ihren Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich in ein Verzeichnis zertifizierter Coaches auf deren Webseiten einzutragen.

Kurzum: Zur Beantwortung dieser Frage kann es hilfreich sein, sich vorab Gedanken darüber zu machen, mit welcher Zielgruppe Sie nach Ihrer Coaching-Ausbildung vorwiegend arbeiten möchten. Eine Zertifizierung ist nicht zwingend notwendig, kann Ihnen aber in Zukunft, die eine oder andere Tür öffnen.

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Fragen, Missverständnisse und unsere Antworten

Neben allen Fakten gibt es natürlich auch noch individuelle Fragen und auch manche Missverständnisse, die auch uns als Weiterbildungsinstitut immer wieder gestellt werden.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen, wenn ich Coach werden möchte?

Je nach Weiterbildungsinstitut sind die Zugangsvoraussetzungen unterschiedlich und reichen von einer abgeschlossenen Berufsausbildung bis hin zu einem abgeschlossenen Hochschulstudium und mehrjähriger Berufserfahrung. Als persönliche Voraussetzungen würden wir definitiv Offenheit und die Bereitschaft zu ehrlicher Selbstreflektion nennen, denn durch den hohen Praxisanteil und die Übungen anhand eigener „echter“ Themen während der Coaching-Ausbildung ist eine kontinuierliche Persönlichkeitsentwicklung zentraler Bestandteil der Coachwerdung. Dafür ist eine stabile emotionale und psychische Konstitution absolut notwendig. 

Kann ich nach der Ausbildung sofort als Coach arbeiten?

Eine gute Coaching-Ausbildung befähigt Sie dazu, nach und manchmal auch bereits während der Ausbildung als Coach tätig zu werden. Allerdings sollten Sie nicht erwarten, dass Sie sofort ein „fertiger” Coach sind, abgesehen davon, dass ein guter Coach sowieso nie auslernt. Mit der Zeit verfeinern Sie Ihr Methodenrepertoire, spezialisieren sich, lernen neue Werkzeuge und Herangehensweisen kennen und sammeln eigene Erfahrungen. Kontinuierliche Fortbildung und regelmäßige Supervision sind darüber hinaus sinnvoll und notwendig.

Warum sollte ich mich als Führungskraft mit Coaching beschäftigen?

Das moderne Führungsverständnis von heute ist davon geprägt, Eigenverantwortung zu fördern, Menschen zu entwickeln und sie zu befähigen. Mitarbeiter*innen wünschen sich auch im Job eine beteiligungsorientierte Vorgehensweise und möchten an so vielen Stellen wie nur möglich mitdenken und mitreden dürfen. Die klassische, rein direktive Führung „von oben herab“ hat demnach immer mehr ausgedient. In unserer schnelllebigen Welt mit ihren immer komplexer werdenden Strukturen und Abläufen ist der Aufbau von Coaching-Kompetenzen eine sinnvolle Ergänzung Ihres eigenen Handlungsrepertoires.

Lässt sich Coaching auch über ein Fernstudium erlernen?

Hier sind die Ansichten tatsächlich etwas zwiegespalten, dennoch haben wir eine klare Meinung dazu: Im Fernstudium können Sie sich Theorien aneignen, Methoden kennenlernen oder durch Erfahrungsberichte anderer etwas für sich mitnehmen. Coaching bedeutet aber echte Interaktion, Kontakt- und Beziehungskompetenz. Diese Fähigkeiten etablieren sich vor allem in regelmäßigen, intensiven und vertrauensvollen Übungseinheiten mit Peers.

Coaches gibt es doch inzwischen wie Sand am Meer…

Das ist richtig und dennoch ist kein Sandkorn überflüssig. Die einzigartige Kombination dessen, wer Sie sind und was Sie in Ihrem (beruflichen) Leben bereits erlebt haben, gibt es so nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Das, was Sie besonders macht, ist der Mix aus Ihrem inneren Antrieb in Verbindung mit Ihrer Persönlichkeit sowie Ihren Werten und Grundhaltungen. Die fachliche und methodische Qualifizierung durch eine fundierte Coaching-Ausbildung bildet bei all dem „nur“ eine Basis. 

Coaching ist doch wieder nur so ein „Hype-Thema“…

Unserer Einschätzung nach wird Coaching in Zukunft noch viel stärker an Bedeutung gewinnen, da immer mehr Menschen bereit sind und beginnen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Der Wandel unserer Zeit stellt uns in einem noch nie dagewesenen Tempo vor Herausforderungen, mit denen Menschen heutzutage alleine häufig schlichtweg überfordert sind.

Fazit

Ihre nächsten Schritte?

Es gibt in Deutschland ein großes und in weiten Teilen professionelles Angebot an Anbietern für Coaching-Aus- und Weiterbildungen. Den objektiv „besten“ Anbieter kann es aufgrund der unterschiedlichen Wünsche und Erwartungshaltungen von Seiten der Interessenten sowieso nicht geben. Deshalb lassen Sie sich dazu ermutigen, den für Sie „besten“ Anbieter zu suchen und zu finden. Wir raten unseren Bewerber*innen im Nachgang an das Vorgespräch auf Kopf, Herz und Bauch zu hören und darauf zu vertrauen, dass ihnen ihr System den Weg zum individuellen Ziel weisen wird.

Der Campus am See ist mit seiner systemischen Coaching-Ausbildung und den modularen Weiterbildungen kollegialer Wegbegleiter für die langfristige persönliche und fachliche Weiterentwicklung für Ihre erfolgreiche Tätigkeit als Personalentwickler, Führungskraft, Business Coach, Personal Coach, systemischer Trainer, systemischer Berater, Therapeut und Lebensexperte.

Wir freuen uns, wenn unser Programm möglicherweise auch Ihnen Lust und Mut macht, den ersten Schritt zu gehen und wir uns bald in einem persönlichen Gespräch kennenlernen.

Interesse an der Coaching-Ausbildung?

Wir vermitteln in unserer einjährigen Grundausbildung ein umfassendes theoretisches und praktisches Fundament, um als systemischer Coach die individuelle Coaching-Persönlichkeit zu entfalten und professionell tätig zu werden.

Die passende Weiterbildung finden?

Der Campus am See versteht sich als langfristiger Professionalisierungs-Wegbegleiter für Coaches, Therapeuten, HR-Experten, Führungskräfte und weitere Entwicklungsfreudige.
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